Büro-Lärm überdecken


Zu viel um die Ohren
Büro-Lärm überdecken

Geräusche mit Geräuschen überdecken – das raten Experten Arbeitnehmern, die den Lärmpegel in ihrem Büro als störend empfinden. Wie stark sich Büroangestellte von Umgebungsgeräuschen ablenken lassen, hängt vor allem von ihrer individuellen Empfindlichkeit ab.

Das richtige Maß

In Großraumbüros geht es hektisch zu, eine hohe Geräuschkulisse ist vorprogrammiert. Telefonate, Gespräche unter Kollegen und Tippen auf der Tastatur – wie stark das einen Mitarbeiter stört, ist individuell unterschiedlich. So kann sich Kollege Meier möglicherweise schon nicht mehr konzentrieren, wenn Frau Müller den Lärm noch gar nicht wahrnimmt.

Einer Studie der Universität Chicago zufolge entstehen die besten Ideen bei moderatem Hintergrundlärm. Die Studienteilnehmer zeigten sich bei einer Lautstärke von 51-70 Dezibel kreativer als Probanden, die einem Lärmpegel von 50 Dezibel oder weniger ausgesetzt waren. Demnach treffen Großraumbüros voll ins Schwarze, denn dort liegt die Beschallung oft bei über 60 Dezibel.

Ohren berauschen

Zu laute Geräusche stören jedoch die meisten Menschen in der Konzentration. Generell gilt: Wenn einzelne Informationsfetzen ins Ohr dringen, lenkt das stärker ab, als monotone Geräusche. Gert Notbohm, Lärmexperte bei der Deutschen Gesellschaft für Akustik (DEGA), erklärt: „Wenn es nur ein Rauschen ist, stört es nicht so, wie wenn einzelne Geräusche herausstechen. Gegen diese einzelnen Geräusche helfen am besten andere Geräusche, zum Beispiel Musik, mit der sich die Betroffenen über Kopfhörer von den Informationsfetzen abschirmen. Dann ist der Schallpegel zwar der gleiche, aber es ist weniger störend.“

Auch Ohrstöpsel sind eine gute Lösung. Gespräche unter Kollegen sollten wenn möglich in der Küche oder im Besprechungsraum erfolgen. Entspannungsverfahren wie Autogenes Training oder Meditation können Betroffenen helfen, mit der Geräuschkulisse umzugehen. Denn nicht zuletzt hängt es von einem selbst ab, wie sehr man sich ablenken lässt.

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